Das Strandcafé, Wicked Games oder doch nur 10'000 Tage?

Sie verliess mich am Strandcafé und ich habe bis zum nächsten Strandcafé geweint.

Vergessen wir so schnell? Ist die Liebe nur noch ein Wegwerf-Produkt? Die Starbucks-Generation, die sich schnell einen Café holt, um den Becher beim Mülleimer um die Ecke wieder los zu werden. Ich erinnere mich wage an den Spruch aus dem Graffiti-Zeitalter (noch vor Starbucks) mit den Gummibärchenpäckchen: Aufreissen, vernaschen, wegwerfen… Ein Drittel unserer Gesellschaft konsumiert nachhaltig, sagt man!? Was denn? Hey Mr. Jones, wo bewegen wir uns hin?

Denken wir mal an Liebe, nicht an Umweltschutz. Angekommen im 21. Jahrhundert und der Wegwerfgesellschaft. Was bedeutet Liebe, wo Pornosternchen vom Himmel fallen, wie Sternschnuppen. Wo vermeintliche Berühmtheit an Anzahl Twitterfollowern gemessen wird. Können wir uns noch den «Wicked Games» noch hingeben. Das Miteinander zelebrieren oder sagen wir uns «goodbye», bevor es richtig angefangen hat? Leben wir gerade immer so, als hätten
Lassen wir uns auf dieses Gedankenspiel ein: Würden wir im bisherigen Lebensspiel verbleiben, wäre alles genau gleich? ...oder total anders? Wir beginnen zu grübeln, wie viel Jahre, Monate denn 10‘000 Tage sind? Ist es, um zu kalkulieren, ob es reicht morgen mit dem Leben zu beginnen, oder ob wir doch noch heute starten müssen?

Nehmt euch die Zeit für dieses Gedankenspiel und den den folgenden Kurzfilm:

Ten Thousand Days from Michael Duignan on Vimeo.

«Täglich güsst das Murmeltier» - ein Blog über täglich aufgeschnappte Schnipsel in meinem Leben.
Ähnlichkeiten mit dem echten Leben sind rein zufällig.


Von Windhunden und Strandcafés

Und wieder fängt der Tag mit Regen an. «Blame it on the rain», da habe ich den Schuldigen allen Übels gefunden. Und trotzdem wissen wir: Nach dem Regen kommt die Sonne. Irgendwann. Oder «Sie verliess mich am Strandcafé, und ich habe bis zum nächsten Strandcafé geweint», zu dem später nochmal.

Seit gestern, ich fand mich wieder in diesem Klassenraum mit all den erwachsenen Leuten, die sich auch noch eine Scheibe Wissen abschneiden wollten. Na dann «Spieglein, Spieglein, an der Wand, wer ist…», um Schönheit ging es ja dann nicht, sondern um die Typologie der Mitarbeiter, bzw. auch die unser selbst.

Greyouhound on PinterestDa erkannte ich mich, wen mag es wundern, im Bild des «Wandelmenschen» wieder. Für diesen wurde das Bild des Windhundes gebraucht, was mich an dieses riesige Plakat am Flughafen in Chicago erinnerte: «Adopt a Greyhound» (Adoptier einen Windhund).

Dieser «Windhund» Typus sucht die Herausforderung, er geht seinem Weg konsequent, lässt sich nicht vom links und rechts ablenken, ist jedoch nicht für Langstrecken ausgelegt. Alles gut und recht, denke ich, auch wenn der letzte Punkt heute so nicht mehr zutrifft. Räumen wir doch mal auf mit den Mythen des «Greyhound» auf (Quelle: Sothern Arizona Greyhound Adoption //http://sagreyhoundadoption.org/about-greys/about-greyhounds/92-myths):

«Because greyhounds are fast, they are hyperactife»
Nothing could be further from the truth. Greyhounds are laid-back, quiet dogs, that have earned the well-deserved name of 45 mile per hour.
Also trotz den Sprints, doch noch geruhsam. Da frage ich mich kurz, ist das mit dem Alter gekommen, oder war ich das schon immer? Weiter:
«Greyhounds need lots or exercise.»
Most Greyhounds are satisfied with a 15-20 minute walk once or twice a day and, an occasional off-leash run in a secure, enclosed area.
Aha, der Windhund braucht doch nicht immer eine Herausforderung. Bei Gelegenheit steck ihm das Terrain ab und er wird sprinten. Wie wahr.

Doch lassen wir das mit dem «Greyhound» mal. Wie war das schon wieder mit dem «Strandcafé». Ist dies auch ein Part, der immer wieder suchenden Herausforderung? Zählt dies für Mann und Frau? Oder doch nur für den «Jäger»? Oder werden wir irgendwann vom «Jäger» zum «Gejagten»? Spätestens, wenn die Frau einen anderen hübscheren, wohlhabenderen gefunden hat, oder sollte ich schreiben von ihm «gejagt» worden ist, und dann trotzdem auf dem Unterhalt pocht, weil der zwanzig Jahre jüngere Liebhaber, ja sicher keine Verantwortung übernehmen wird. Dann empfehle ich doch lieber eine Scheibe des «Windhundes» - aber wir essen ja keine Hunde. Oder einfacher «adopt a Greyhoud»....

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Alle Akteure, Super- und Antihelden sind natürlich frei erfunden, wen auch nicht von mir.