Von Windhunden und Strandcafés

Und wieder fängt der Tag mit Regen an. «Blame it on the rain», da habe ich den Schuldigen allen Übels gefunden. Und trotzdem wissen wir: Nach dem Regen kommt die Sonne. Irgendwann. Oder «Sie verliess mich am Strandcafé, und ich habe bis zum nächsten Strandcafé geweint», zu dem später nochmal.

Seit gestern, ich fand mich wieder in diesem Klassenraum mit all den erwachsenen Leuten, die sich auch noch eine Scheibe Wissen abschneiden wollten. Na dann «Spieglein, Spieglein, an der Wand, wer ist…», um Schönheit ging es ja dann nicht, sondern um die Typologie der Mitarbeiter, bzw. auch die unser selbst.

Greyouhound on PinterestDa erkannte ich mich, wen mag es wundern, im Bild des «Wandelmenschen» wieder. Für diesen wurde das Bild des Windhundes gebraucht, was mich an dieses riesige Plakat am Flughafen in Chicago erinnerte: «Adopt a Greyhound» (Adoptier einen Windhund).

Dieser «Windhund» Typus sucht die Herausforderung, er geht seinem Weg konsequent, lässt sich nicht vom links und rechts ablenken, ist jedoch nicht für Langstrecken ausgelegt. Alles gut und recht, denke ich, auch wenn der letzte Punkt heute so nicht mehr zutrifft. Räumen wir doch mal auf mit den Mythen des «Greyhound» auf (Quelle: Sothern Arizona Greyhound Adoption //http://sagreyhoundadoption.org/about-greys/about-greyhounds/92-myths):

«Because greyhounds are fast, they are hyperactife»
Nothing could be further from the truth. Greyhounds are laid-back, quiet dogs, that have earned the well-deserved name of 45 mile per hour.
Also trotz den Sprints, doch noch geruhsam. Da frage ich mich kurz, ist das mit dem Alter gekommen, oder war ich das schon immer? Weiter:
«Greyhounds need lots or exercise.»
Most Greyhounds are satisfied with a 15-20 minute walk once or twice a day and, an occasional off-leash run in a secure, enclosed area.
Aha, der Windhund braucht doch nicht immer eine Herausforderung. Bei Gelegenheit steck ihm das Terrain ab und er wird sprinten. Wie wahr.

Doch lassen wir das mit dem «Greyhound» mal. Wie war das schon wieder mit dem «Strandcafé». Ist dies auch ein Part, der immer wieder suchenden Herausforderung? Zählt dies für Mann und Frau? Oder doch nur für den «Jäger»? Oder werden wir irgendwann vom «Jäger» zum «Gejagten»? Spätestens, wenn die Frau einen anderen hübscheren, wohlhabenderen gefunden hat, oder sollte ich schreiben von ihm «gejagt» worden ist, und dann trotzdem auf dem Unterhalt pocht, weil der zwanzig Jahre jüngere Liebhaber, ja sicher keine Verantwortung übernehmen wird. Dann empfehle ich doch lieber eine Scheibe des «Windhundes» - aber wir essen ja keine Hunde. Oder einfacher «adopt a Greyhoud»....

«Täglich güsst das Murmeltier» - ein Blog über täglich aufgeschnappte Schnipsel in meinem Leben.
Alle Akteure, Super- und Antihelden sind natürlich frei erfunden, wen auch nicht von mir.